Manchmal denken wir, wir haben es geschafft, haben den Gipfel fast 
erreicht.
Doch dann kommen die Erinnerungen wieder.
Ein Lied. Ein Wort. Ein Gedanke.
Und schon rollen wir den Berg wieder hinab.
Vergessen werden wir dich nie,
denn in unseren Herzen tragen wir all‘ unsere schönen Stunden.


Lieber Anderl,

über 30 Jahre lang warst du Herz, Seele und Pulsschlag unserer Skiabteilung beim Freien TuS. Du warst ein Motivationskünstler und Organisationstalent in Einem und darüber hinaus die zentrale Anlaufstelle für Anliegen aller Art. Niemand hat diese Abteilung mehr gelebt und geliebt als du.
Ob es darum ging Sponsoren für uns zu finden, oder darum einem Skikursteilnehmer die Stiefel zu schließen. Du warst immer für alle und jeden da. Das zeigt sich in jedem Kinderlächeln nach dem Skikurs und in jedem engagierten Übungsleiter der mit dir zusammenarbeiten durfte.


Du warst ein „Macher“ im positivsten Sinne. Wo andere die Flinte ins Korn warfen führtest du Gespräche und nahmst Angelegenheiten in die Hand. Den kleinsten Sorgen widmetest du dich mit derselben Sorgfalt wie den großen, entscheidenden Themen der Vereinsarbeit. Mit einem offenen Ohr für 5-jährige Skikursteilnehmer wie Stadträte gleichermaßen.

Mit grenzenlosem Optimismus und deiner unerschütterlich positiven Art hast du uns alle mitgerissen und zu Höchstleistungen angespornt. Ohne dabei zu Fordern oder zu Drängen. Deine Argumente waren dein entwaffnender Charme und deine Herzlichkeit, mit der du auf alle Menschen zugingst.


So ist es nicht verwunderlich dass die meisten von uns dich als ein großes Vorbild, als einen Mentor sehen. Es begann für viele von uns mit dem ersten Tag an dem sie dich frühmorgens das erste Mal vor dem Skikursbus stehen sehen haben. Deine unglaubliche Wärme, deine Herzlichkeit und deine stoische Ruhe haben alle Kindertränen trocknen lassen, die sich das erste Mal ohne ihre Eltern auf eine solche Reise getraut haben. Und wenn man dann das erste Mal mit dem großen „Anderl Steger“ eine Waldabfahrt machen durfte wuchs man gleich um drei Zentimeter.


Aber auch diejenigen, die dich erst als Erwachsene kennen gelernt haben staunen noch heute über deinen Erfindungsreichtum, deine Beharrlichkeit und deine unglaubliche Motivation das Unmögliche möglich zu machen. Mit der Begeisterung eines Fernsehkommentators hast du jede Vereinsmeisterschaft kommentiert um auch wirklich das Letzte aus jedem Teilnehmer herauszuholen. Ganz egal wie jung oder alt wir waren. Du hast es dir aber auch nicht nehmen lassen deine jahrelang aktive Rennmannschaft des öfteren zu begleiten und tatkräftig zu unterstützen. Doch nicht nur das ist es, was uns als jüngere Generation im Verein geprägt hat. Viele schöne Abende auf unterschiedlichsten Berggipfeln gehören zu unseren Erinnerungen, wie auch legendäre Nachtwanderungen, bei denen du mit uns lauthals das Regenwurm-Lied angestimmt hast.


Es ist schwer für uns das in Worte zu fassen, was du uns alles gegeben hast. Du hast uns zum Teil über Jahrzehnte in unserem Leben begleitet. Und das in jedem Fall nicht nur sportlich. Du bist vor allem auch menschlich für viele von uns ein großes Vorbild geworden. Deine kämpferische Ader, die dich nie aufgeben hat lassen – ganz egal wie groß das Problem war – hat uns alle sehr beeindruckt. Aber noch viel beeindruckender ist, wie du uns alle auf diese Kämpfe mitgenommen hast. Du hast es immer wieder geschafft eine Welle der Motivation auszulösen und uns alle mitzureissen. Auch wenn du es nicht immer einfach mit uns hattest, hast du stets deine Höflichkeit gewahrt und sachlich mit uns diskutiert, so dass es nie zu einem richtigen Streit gekommen ist.


Dafür wollen wir dir danken. Danke, dass du uns allen ein so tolles Vorbild, ein Mentor und auch ein Ziehvater warst. Du warst und bleibst in unseren Herzen ein einzigartiger, sehr warmherziger und positiver Mensch, der sich nicht nur im sportlichen Sinne für uns reingehängt hat, sondern vor allem auch im Menschlichen.

Wir werden dich vermissen, Anderl – jeden einzelnen Tag!


Wir werden vermissen wie du am Skikurssamstag, mit der Zigarette in der einen und dem schwarzen Aktenkoffer in der anderen Hand als letzter vor dem Bus gestanden hast und uns ein „EINSTEIGEN“ entgegen geschmettert hast. Wir werden deine viel zu langen – aber immer höchstamüsanten – Busansagen vermissen, mit denen du uns Samstag für Samstag die Busfahrten verkürzt und uns auf den Skitag eingeschworen hast. Und ganz sicher werden wir die vielen gemeinsamen Abende vermissen, an denen wir diskutiert, gelacht, getrunken, organisiert und gefeiert haben. Egal ob diese im Vereinsheim, auf einer Berghütte oder einem Festzelt stattgefunden haben.


Noch oft werden wir auf irgendeinem Gipfel stehen – über uns ein strahlend blauer Himmel, unter uns schneeweiße Pisten – und uns denken: Wenn das jetzt der Anderl sehen könnte. Aber vermutlich kannst du das sogar . Vielleicht kannst du über dem Regenbogen mit deinem Skikollegen Edi Haas eine Wedelmeisterschaft austragen? Vielleicht kannst du mit deinem langjährigem Vereinskameraden Helmut Beer über den Freien Tus philosophieren? Wir wünschen uns, dass du mit dem Glanz in den Augen und dem Lächeln im Gesicht auf uns herabsiehst, welches du immer hattest wenn du mit deiner Skiabteilung unterwegs warst.


Danke Anderl, für all die schönen Momente die du uns mit dir geschenkt hast! Wir werden sie stets im Herzen tragen!

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